Geburtshaus Schwachhausen – gebären in Wärme und Geborgenheit

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Tag der offenen Tür 2017

Nach einem Jahr Pause möchten wir in 2017 wieder einen Tag der offenen Tür mit Euch feiern.
Am 6.5.2017 laden wir Euch von 14.00 bis 17.00 zu Kaffee, Tee und Kuchen ins Geburtshaus ein.

Das Hebammenteam des Geburtshauses Schwachhausen heißt Sie herzlich auf der Internetseite willkommen!

Hier können Sie sich über die Arbeit einer Hebamme informieren oder sich unsere aktuellen Kursangebote ansehen.

Außerdem steht Ihnen ein Kontaktformular bereit, über das Sie mit jeder Hebamme persönlich Kontakt aufnehmen können. Schauen Sie sich dazu auf dieser Seite um.

Aktuelles aus unserer Berufspolitik

Erschwerte Bedingungen für Hausgeburten

Seit September 2015 gibt es neue Verträge mit den Krankenkassen, in denen erstmalig gravierende Ausschlusskriterien für Hausgeburten festgelegt sind.
Das Wort „Ausschlusskriterien“ bedeutet in diesem Fall, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Hausgeburt bei Vorliegen eines solchen Kriteriums nicht übernehmen.

Es gibt sogenannte „relative“ und „absolute“ Ausschlusskriterien.
Bei relativen Ausschlusskriterien kann die Einschätzung eines Arztes dazu führen, dass die Krankenkasse die Geburt bezahlt.
Bei absoluten Ausschlusskriterien nützt weder die Facheinschätzung der Hebamme, noch des Facharztes nichts. Die Frau muss dann die Hausgebeburt selbst bezahlen.

Einige dieser Kriterien sind in unseren Richtlinien Gründe, um Geburten in die Klinik zu verweisen. Hierzu gehört beispielsweise insulinpflichtiger Diabetes, 2 oder mehr voraus gegangene Kaiserschnitte, Frühgeburt, ungeklärte Blutungen.
Diese Kriterien ermöglichten uns ein sicheres Arbeiten im Geburtshaus und Zuhause.
Neu sind Einschränkungen, wie z.B.:
• Überschreitung des Geburtstermins um 3 Tage
• Dazu muss ein Arzt/Ärztin am 3. Tag nach Überschreitung des Termins einen regelrechten Schwangerschaftsverlauf bestätigen, was bisher in den Kompetenzbereich der Hebammen fiel.
• Selbst bei kleineren Abweichungen ist eine Hausgeburt inzwischen nicht mehr möglich. Dadurch wird uns Hebammen Kompetenz abgesprochen und der Wille der Frau missachtet!

Dazu schreibt der Deutsche Hebammenverband auf seiner Homepage:
„Der Hebammenverband hat jetzt Klage erhoben, weil der Beschluss der Schiedsstelle nach seiner Auffassung rechtswidrig und damit aufzuheben ist.
(…) Der Hebmmenverband wehrt sich mit der Klage gegen die erfolgte Einführung medizinisch nicht begründeter Ausschlusskriterien bei Geburten im häuslichen Umfeld. Diese sind nicht zu rechtfertigen und stellen deshalb eine unzulässige Einschränkung dar.“

Wir müssen die Geburt bei nicht Einhaltung der Ausschlusskriterien, trotz ausführlicher Aufklärung als IGeL-Leistung privat in Rechnung stellen.
Wir empfehlen den werdenden Mütter, sich möglichst frühzeitig eine Kostenübernahmeerklärung von der Krankenkasse holen. Nur wenn diese vorliegt, kann die Hebamme, die Hausgeburt direkt mit der Krankenkasse abrechnen.

Will die Krankenkasse keine Kostenerstattungserklärung ausstellen, oder die Privatrechnung der Hausgeburt nicht übernehmen, kann die Mutter vor Gericht ziehen. Klagewillige Eltern können sich an die „Kanzlei am Ruhrpark“ in Oberhausen wenden (http://www.rain-kirsten-etzbach.de/schwerpunkte/sozialrecht), dort finden sie ein Kontaktformular. Das Rechtsanwalts-Ehepaar Etzbach kennt sich mit der Thematik aus und unterstützt seit Jahren Hebammen und Eltern bei Rechtsangelegenheiten zum Thema Geburtshilfe.
weitere Infos findest du unter www.unsere-hebammen.de